Ein regeneriertes Produkt, eine wertvolle Wahl!


rigenerato

Das Recycling gebrauchter Produkte wird weltweit seit vielen Jahren praktiziert, vor allem in der Automobilbranche. Rekonstruiert, überholt, regeneriert, aufbereitet, wie auch immer man sagen möchte, es handelt sich um Ersatzteile oder Komponenten, die durch moderne technologische und industrielle Verfahren vollkommen erneuert werden.

WIE WERDEN SIE ERZEUGT? – Das Ergebnis ist ein Produkt, das im verglichen mit dem neuen Produkt absolut gleichwertig abschneidet. Basis bildet eine Produktcharge von mehreren Hundert, nicht mehr funktionstüchtiger Einheiten desselben Typs, die in alle einzelnen Komponenten zerlegt werden. Diese werden wiederum überprüft und ausgewählt,  um entscheiden zu können, was (nach entsprechender Reinigung und Leistungsprüfung) wiederverwendet und was aussortiert bzw. durch Neuteile ersetzt wird. wird. Nach der Montage folgt die Endprüfung. Diese beiden letztgenannten Vorgänge sind mit den Verfahren zur Fertigung der neuen Produkte absolut identisch und gewährleisten folglich absolute Sicherheit.

SEIT 1940 – Alles begann um das Jahr 1940 in den USA. Da während des Krieges Rohstoffe knapp wurden, erkannte der Alliierte, dass durch Recycling (oder auch Remanufacturing) die Lebensdauer nicht mehr funktionstüchtiger Komponenten verlängert, die Neuproduktion gedrosselt werden konnte, was eine erhebliche Ersparnis wertvoller, schwer erhältlich gewordener Materialien wie Eisen und Kupfer mit sich brachte. Im Europa der Nachkriegszeit begann Volkswagen ebenfalls aufgrund eines Mangels an Rohstoffen und angesichts der großen, während des Kriegs beschädigten Materialmengen als erstes Unternehmen mit dem Recycling. Noch heute ist Volkswagen europaweit Führer bei der Regenerierung von KFZ-Komponenten, gefolgt von Bosch und Valeo, die sich erst viel später, in den 70er Jahren, mit Antrieben und Lichtmaschinen mit diesem Thema befassten. Heute verfügt Bosch über mehr als 25 Produktlinien mit mehr als 1,5 Millionen Einheiten, die pro Jahr recycelt werden, und ist somit nach Volkswagen europaweit die Nummer 2 in der Herstellung regenerierter Produkte.

NEUE GRENZEN – Neue Gesetzesvorgaben, auch auf europäischer Ebene, und die erhöhte Sensibilität der Verbraucher für Umweltschutzthemen, werden in Zukunft eine große Rolle spielen.  Die Regenerierung ist ein Verfahren zur Wiederverwertung von Rohstoffen, die auch in anderen Bereichen beste Einsatzmöglichkeiten bietet:  Mobiltelefone und Computer, Geschirrspüler und Staubsauger, Kopiergeräte und Fernseher: all diese Geräte können bereits heute  beim Hersteller Aufbereitungsverfahren unterzogen werden, um dann zu einem günstigeren Preis, aber mit Garantie, wieder auf den Markt gebracht zu werden, gleiches gilt sogar für hochkomplizierte Maschinen wie Biomedizingeräte für Computertomographie, Bagger, Zugmaschinen. In einem von New York aus an die La Repubblica gerichteten Schreiben hat Federico Rampini den Wert „neu-gefertigter“ Erzeugnisse auf 100 Milliarden Dollar pro Jahr geschätzt, etwa eine halbe Million Leute finden in dieser Branche Arbeit. Die meisten sind namhafte Hersteller, von General Motors bis General Electric, von Xerox bis Kodak und Caterpillar. Insbesondere hat sich General Electric ein derartiges Vertrauen aufgebaut, dass sie im letzten Jahr 1.500 regenerierte Ultraschall-Geräte an amerikanische Krankenhäuser verkauft haben, 10% mehr als im Vorjahr.

SAUBERERE UMWELT – Die Möglichkeit, Spitzenprodukte zu etwas mehr als die Hälfte der Neuprodukte auf den Markt zu bringen, erweckt nicht nur aufgrund der Reduzierung der Inflation die Aufmerksamkeit der amerikanischen Regierung, sondern weil dadurch auch Umweltrisiken, die durch das Lagern schwer entsorgbarer Materialien entstehen, sinken und der Rohstoffverbrauch teuer Materialien wie Kupfer, Stahl oder Rohöl reduziert wird. Weltweit gesehen ermöglicht die Regenerierung gebrauchter Produkte eine Einsparung von Energie, die etwa 350 Rohöltankern bzw. 8 Atomkraftwerken entspricht. Außerdem kann auf den Rohstoffbedarf eines dreitausend Kilometer langen Güterzuges verzichtet werden.

30 MILLIONEN STÜCK – Allein in der Automobilbranche wurden im Jahr 2000 15 Millionen Einheiten regeneriert, im Jahr 2010 waren es bereits 20 Millionen. Fürs Jahr 2015 geht man von 30 Millionen aus. In der der Automobilbranche befassen sich weltweit etwa tausend Betriebe und zweihunderttausend Arbeiter mit der Regenerierung, sie erwirtschaften Umsätze von circa 30 Milliarden Euro. Diese unglaubliche Entwicklung läuft vor unseren Augen ab, bleibt aber unerkannt. Wahrscheinlich wurden an unserem geliebten Auto, das noch unter Garantie steht, ohne unser Wissen bereits Teile durch regenerierte Produkte ersetzt. Und wie wir gesehen haben, nicht zu unserem Nachteil. Die künftige Entwicklung der Regenerierung hängt auch von der Überwindung unserer Vorteile ab. Denn wenn wir in ein vollkommen neu wirkendes Flugzeug einsteigen wissen wir nicht, dass unser Leben in den meisten Fällen einem im Werk vollkommen regenerierten Produkt anvertraut wird.


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